Filmkultur in Frankfurt

 

Frankfurt ist eine Filmstadt! Kinos, Filmfestivals, Verbände und Initiativen, Ausstellungen, Archive, Studiengänge, Aus- und Fortbildungen und nicht zuletzt Filmschaffende aller Filmsparten – sie alle machen Frankfurt zu einem der bedeutendsten Zentren für Film in Deutschland.

Eines der beliebtesten Häuser am Frankfurter Museumsufer ist zugleich eine der deutschlandweit ältesten und wichtigsten Filmeinrichtungen. Das DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V. vereint ein Kino, Museum und Filmarchiv, Festivals und digitale Plattformen, Forschung und Digitalisierungsprojekte sowie ein umfangreiches Bildungsangebot für jedes Alter. Im universitätsnah gelegenen Fassbinder Center ist die umfangreiche Sammlung mit Nachlässen bedeutender deutscher Filmschaffender wie Maria Schell, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff zugänglich.

Die Film- und Kinokultur Frankfurts ist traditionsreich und lebendig zugleich. Etwa 20 Filmfestivals finden jährlich in der Main-Metropole statt. Sie spiegeln und formen das internationale Filmgeschehen und ziehen zahlreiche Filmschaffende, Fachbesucher*innen und interessiertes Publikum nach Frankfurt. Seltene Einblicke in Länderkinematografien werden vermittelt beim deutschlandweit größten Filmfestival des Japanischen Films Nippon Connection oder bei zahlreichen weiteren Festivals wie etwa Türkisches Filmfestival, Africa Alive und Cuba im Film. Das Lichter Filmfest Frankfurt International ist nicht nur für die regionale Filmszene ein wichtiges Forum, mit der Initiative Zukunft Deutscher Film wurde von dort aus eine wichtige deutschlandweite filmpolitische Debatte angestoßen.

Das Kino als Ort, an dem Filme erlebt und die Filmgeschichte neu gedacht wird, wird von zahlreichen Initiativen belebt. Kommunal ist heute allein das mehrfach preisgekrönte Filmforum Höchst, 1975 aus einer studentischen Initiative entstanden. Der Sichtbarkeit der Filmarbeit von Frauen widmet sich die Kinothek Asta Nielsen und das von ihr ausgerichtete Festival Remake. Frankfurter Frauen Film Tage. Wie auch das Filmkollektiv Frankfurt erweitern sie mit ihren Programmen den filmhistorischen Kanon und halten die Tradition analoger Filmvorführungen am Leben. Die Interessen von deutschlandweit über 120 nichtgewerblichen Kinos und filmkulturellen Institutionen werden vom 1975 in Frankfurt gegründeten Bundesverband kommunale Filmarbeit vertreten.

Die Vermittlung von Film an ein junges Publikum hat in Frankfurt eine lange Tradition. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans ist das älteste deutsche Filmfestival, das aktuelle internationale Kinder- und Jugendfilme zeigt. Die visionale – Hessisches JugendMedienFestival bietet der jungen Filmszene ein Podium für ihre Filme. Die deutschlandweit zentrale Organisation für die Kinder- und Jugendfilmarbeit Bundesverband Jugend und Film e.V. hat in Frankfurt seinen Sitz.

Als Interessenvertretung für Filmschaffende vor Ort fungieren das Film- und Kinobüro Hessen sowie das Filmhaus Frankfurt, das einzige seiner Art in Hessen. Beratungsgespräche, Fortbildungen sowie Branchenveranstaltungen unterstützen und vernetzen die hiesige Filmszene.

Das bewegte Bild hat schon immer auch jenseits des Kinos existiert und erobert immer mehr Räume und nimmt neue Formen an. Video- und Digitalkunst ist aus den Frankfurter Kunstmuseen nicht mehr wegzudenken. Neuen Trends und Entwicklungen geht die B3 Biennale des bewegten Bildes nach. Das NODE Forum for Digital Arts präsentiert zudem die Arbeiten der kreativen Software-, Design- und Elektronikszene.


 

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