Frauen und Film

Die 1974 in Berlin gegründete und seit 1983 in Frankfurt ansässige Filmzeitschrift "Frauen und Film" ist bis heute die einzige feministische filmtheoretische Zeitschrift Europas.

Das halbjährlich erscheinende Heft ging aus einem mit der neuen Frauenbewegung in Zusammenhang stehenden, veränderten Verhältnis zu Filmpraxis und -kritik hervor. Anfangs stellte die Zeitschrift ein politisches Agitationsforum dar, das an der Entwicklung einer Frauenfilmpolitik und -kultur interessiert war.

Die Autorinnen befassten sich mit dem herrschenden Kino, den praktischen Bedingungen von Filmproduktionen sowie der Ausbildungssituation. Vor allem setzte sich die Redaktion kritisch mit Sexismus in Film und Fernsehen auseinander und entwickelte eine "feministische Filmkritik".

Der Wechsel von Berlin nach Frankfurt brachte auch einige inhaltliche Veränderungen mit sich: Der Charakter der Zeitschrift wurde akademischer, da die Frankfurterinnen einen Schwerpunkt auf Filmtheorieentwicklung und Filmgeschichtsschreibung legten, wobei sie in der Tradition der Frankfurter Schule standen.

Bis heute bietet "Frauen und Film" als einzige Zeitschrift wichtige Übersetzungen aus dem angelsächsischen Raum und bietet damit einen Überblick über internationale Diskussionen und die weltweite Situation von Frauen und Film.

Die Zeitschrift erscheint in sehr unregelmäßigen Abständen.
 

Frauen und Film
Holzhausenstraße 4
60322 Frankfurt am Main
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