Frankfurter Premieren

 

Die Reihe Frankfurter Premieren stellt jüngst erschienene Romane von Frankfurter Autorinnen und Autoren oder Novitäten aus Frankfurter Verlagen vor. Sie gibt einen Eindruck von dem, was in Frankfurt an literarischen Werken geschrieben und publiziert wird.

Die Veranstaltungen finden entweder in den Räumen der Historischen Villa Metzler, der AusstellungsHalle 1A oder der Evangelischen Akademie statt. Im Anschluss an die einstündige Lesung kann und soll bei einem Glas Wein das Gehörte diskutiert werden, dieser Saloncharakter ist integraler Bestandteil der Frankfurter Premieren. Dass der Schwerpunkt auf Neuerscheinungen aus Frankfurt liegt, schließt interessante Ausnahmen von der Regel nicht aus.


Montag, 13. Februar, 19 Uhr
„anders bleiben. Briefe der Hoffnung in verhärteten Zeiten“
Mit Maryam Aras / Shida Bazyar / Dilek Güngör / Selma Wels (Hg.)/
Hasnain Kazim / Achim Stanislawski / Najem Wali

Moderation: Jörg Sundermeyer
Grußwort: Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main

Wer ist gemeint, wenn wir „wir“ sagen, wer gehört dazu und wer nicht? Was bedeutet es, im Deutschland des Jahres 2023 „anders“ zu sein, und wer entscheidet darüber, wer „anders“ ist? anders bleiben wählt einen neuen und radikal persönlichen Zugang zu diesen Fragen rund um Zugehörigkeit und Identität. Der von Selma Wels herausgegebene Band versammelt keine Debattenbeiträge oder Manifeste, sondern Briefe, anknüpfend an Walter Benjamins Deutsche Menschen. Eine Folge von Briefen von 1936. Im Dialog mit einem frei gewählten Gegenüber formulieren die insgesamt 22 Autor:innen Fragen und suchen Antworten, berichten von Erfahrungen und Empfindungen und denken über die Bedingungen und Möglichkeiten ihres Daseins in dieser Gesellschaft nach. Entstanden ist ein vielstimmiges Buch und, so Herausgeberin Selma Wels, „eine Einladung zur Begegnung im Niemandsland, dort, wo es kein Dein und Mein gibt, wohl ein Ich und ein Du, wo die Chance existiert, in alle Richtungen weiterzugehen, wo ein Raum für Möglichkeiten ist“.

Maryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin, Iranistin und Kritikerin. Ihre Beiträge erscheinen u.a. bei Die Presse, der Berliner Zeitung, 54books und Deutschlandfunk Kultur. Seit 2022 ist sie Jurymitglied für den Preis der Leipziger Buchmesse.

Shida Bazyar ist Schriftstellerin und war lange in der Jugendbildungsarbeit tätig. Für ihren Debütroman Nachts ist es leise in Teheran (Kiepenheuer & Witsch) wurde sie u.a. mit dem Bloggerpreis für Literatur und dem Ulla-Hahn-Autorenpreis ausgezeichnet. Ihr letzter Roman Drei Kameradinnen stand 2021 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Dilek Güngör ist Journalistin und Schriftstellerin. Von ihr erschienen mehrere Bände ihrer gesammelten Kolumnen und drei Romane. Zuletzt stand Vater und ich (Verbrecher Verlag) auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2021.

Hasnain Kazim ist Journalist und Schriftsteller. Er war lange Auslandskorrespondent für SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE in Islamabad, Istanbul und Wien. Seine Anleitung zum produktiven Streiten Auf sie mit Gebrüll! (Penguin) wurde 2020 direkt zum Bestseller. Bei Penguin erschien zuletzt Mein Kalifats-Kochbuch. Weisheiten & Rezepte.

Achim Stanislawski ist Übersetzer, Literaturkritiker und Blogger. Er ist der Herausgeber der Kleinen Philosophie der Gaumenfreuden (Fischer) und von Die neuen Fabelwesen. Von Forentrollen, Sexpuppen und Klonkriegern (CulturBooks). Er schreibt für das online Feuilleton CulturMag.

Najem Wali ist Schriftsteller und Journalist. Er schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit. Für seinen Roman Bagdad Marlboro (Hanser) erhielt er 2014 den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Zuletzt erschien Soad und das Militär (Secession).

Selma Wels ist Kulturvermittlerin und Kuratorin. Von 2011-2020 leitete sie den binooki Verlag. Sie ist Mitbegründerin und war bis 2022 Kuratorin von „WIR SIND HIER – Festival für kulturelle Diversität“. 2022 war sie in die Jury des Deutschen Buchpreises.

Jörg Sundermeier ist Verleger des Verbrecher Verlags in Berlin.

Eine Veranstaltung des Kulturamts Frankfurt am Main anlässlich des Gedenktages Tag des Antirassismus am 19. Februar

Ort: Evangelische Akademie Frankfurt und Livestream
Eintritt frei (Die Plätze sind begrenzt, um eine Anmeldung per Mail an: kulturportal@stadt-frankfurt.de wird gebeten.)
 



Frankfurter Premieren Online

In einem digitalen Format setzt das Kulturamt Frankfurt am Main ab Mai 2020 seine Reihe Frankfurter Premieren fort. Die Reihe stellt neue Bücher aus Frankfurter Verlagen oder von hier lebenden Autor*innen vor. Zum Auftakt war Ingo Schulze zu Gast. Mit Alf Mentzer von hr2-kultur sprach er über seinen Roman „Die rechtschaffenen Mörder“ (S. Fischer Verlag). Die Veranstaltung steht kostenfrei zum Abruf auf Youtube, Spotify und hier bereit. Die Digitalisierung der Reihe wird ermöglicht durch die Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt und soll in loser Form erfolgen. Von den Autor*innen signierte Bücher können in Frankfurt in der autorenbuchhandlung marx & co. und in der Buchhandlung Land in Sicht erworben werden.

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