07.03.2017 - Dank an Susanne Gaensheimer

 

Die Kulturdezernentin
Dr. Ina Hartwig

PRESSEINFORMATION
07.03.2017

Dank an Susanne Gaensheimer

Prof. Dr. Susanne Gaensheimer hat als Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt dem Ausstellungshaus eine interessante, prägende Handschrift verliehen. Ihren Weggang bedauere ich sehr. Als Susanne Gaensheimer mich vor einigen Wochen über ihre Pläne informierte, habe ich gleichwohl mit Verständnis reagiert. Der Wechsel an ein Landesmuseum ist zweifellos eine attraktive Perspektive. Im Übrigen ist ein Wechsel nach acht Jahren in unserer Museumslandschaft ein normaler Vorgang, und die Berufung als Leiterin der Kunstsammlung NRW dürfen wir auch als Kompliment für Frankfurt verstehen.

Dr. Susanne Gaensheimer, Fotograf: Maruricio Guillén

Das MMK kann in den letzten Jahren auf große Erfolge zurückblicken und gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen der Gegenwartskunst, das ist insbesondere der Verdienst von Susanne Gaensheimer. Die Ausstellungen stehen meist in einem globalen Kontext und die Fragestellungen zeigen ein erkennbar politisches Interesse. Auf eindrucksvolle Weise wurde ein grenzüberschreitender Ansatz in der Ausstellung „Kader Attia. Sacrifice and Harmony“ im letzten Jahr vollzogen. Ein weiter Höhepunkt im Ausstellungskalender war die Ausstellung „The Fact of Matter“ des international gefeierten Choreografen und Tänzers William Forsythe.

Eine Ausstellung 2011 auf dem Degussa-Gelände zeigte, was bisher im Depot verbannt war und führte Dank der kreativen Beharrlichkeit Gaensheimers zu einer neuen Dependance: Mit dem MMK 2 zog zum ersten Mal in Deutschland ein Museum in ein Hochhaus. Die Leiterin hatte neben der Politik auch den Investor und wichtige Mäzene von der Erweiterung des MMK überzeugt. Die Verbindung von städtischem Engagement und Bürgergesellschaft spielt in der Kulturförderung eine große Rolle und hat in Bezug auf das MMK in der Ära Gaensheimer eine neue Dimension erfahren. Die breite Unterstützung spiegelt sich in der großen Publikumsresonanz.

Auch der Deutsche Pavillon auf der Biennale in Venedig verdankte seine anspruchsvolle Präsentation seiner Kuratorin Susanne Gaensheimer. Ihren transnationalen Ansatz begann sie bereits 2011 in der Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief und setzte ihn in der Repräsentation des Länderpavillons 2013 fort. Der Pavillon 2011 erhielt den "Goldenen Löwen", die höchste Auszeichnung der Biennale.

Frankfurt hat Susanne Gaensheimer viel zu verdanken. Ich wünsche ihr für ihre Zukunft alles Gute und weiterhin große Erfolge für ihr künstlerisches Schaffen. Gaensheimer wird ihren Verpflichtungen noch bis Ende August nachkommen.


Dezernat Kultur und Wissenschaft
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jana Kremin
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