Poetikdozentur

 

Dienstag, 3. Mai, 10. Mai, 17. Mai, 18 Uhr
Frankfurter Poetikdozentur im Sommersemester 2022 mit Judith Hermann
"Wir hätten uns alles gesagt – vom Schweigen und Verschweigen im Schreiben"

Judith Hermanns 2021 erschienener Roman "Daheim", der vom Feuilleton gefeiert wurde und wochenlang auf der "Spiegel"-Bestsellerliste stand, erzählt von einer Frau, die ihr altes Leben hinter sich lässt, um in die Einsamkeit aufzubrechen. In einem Haus am Meer ‒ „winzig“ und „baufällig“ ‒ versucht die Ich-Erzählerin, Wurzeln zu schlagen. Mit diesem Roman trifft die 1970 in Berlin geborene Autorin offensichtlich den Nerv unserer Zeit. Unlängst wurde ihr dafür der Rheingau-Literatur-Preis (2021) zuerkannt, nachdem sie u.a. schon mit dem Erich-Fried-Preis (2014), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2009) sowie dem Kleist-Preis (2001) ausgezeichnet worden ist. Schon mit ihrem 1998 erschienenen Debüt „Sommerhaus, später“, das im Berlin der 1990er spielt und neun Erzählungen enthält, gelang unserer Poetikdozentin der große Durchbruch in die erste Reihe der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die Erzählungen wurden als mentalitätsgeschichtliches literarisches Zeugnis einer Generation gefeiert. Weitere, inzwischen in mehr als 20 Sprachen übersetzte Publikationen sollten folgen: die Erzählbände „Nichts als Gespenster“ (2003), „Alice“ (2009) und Lettipark“ (2016) sowie 2014 der kontrovers diskutierte erste Roman „Aller Liebe Anfang“.

Am 18.05., 19.30 findet die Abschlusslesung der Frankfurter Poetikdozentur mit Judith Hermann im Literaturhaus Frankfurt statt.

Ort: Raum HZ1 des Hörsaalzentrums auf dem Campus Westend der Goethe-Universität



 



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