Schauspiel Frankfurt

 

Das Sprechtheater hat in Frankfurt eine große Tradition. In den zwanziger Jahren machte das Frankfurter Theater überregional Schlagzeilen mit bedeutenden expressionistischen Inszenierungen. Unter der Leitung von Harry Buckwitz und später von Peter Palitzsch profilierte sich das Frankfurter Schauspiel zur wichtigsten westdeutschen Brecht-Bühne. In den siebziger Jahren machte das Schauspiel nicht nur künstlerisch von sich Reden. Peter Palitzsch führte ein bundesweit diskutiertes Mitbestimmungsmodell ein. 2017/18 übernahm Intendant Anselm Weber die Führung des Hauses.

Im Zentrum der Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt steht die Auseinandersetzung mit den Themen Antisemitismus und Rassismus. In einer Zeit, in der hasserfüllte Angriffe auf eine plurale Gesellschaft immer stärker werden, braucht es kraftvolle, solidarische Gegenpositionen.

Im engen Austausch mit Vertreter_innen der Bildungsstätte Anne Frank, des Jüdischen Museums Frankfurt, Fritz Bauer Instituts und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat das Schauspiel Frankfurt ein Programm entwickelt, das sich über die gesamte Spielzeit hinweg auf vielfältige Weise zu Antisemitismus und Rassismus in Deutschland verhält.
Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften wird von Arbeiten namhafter Regisseur_innen bereichert, die zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt inszenieren: Mateja Koležnik, Claudia Bauer, Christina Tscharyiski, Lilja Rupprecht, Robert Gerloff oder Herbert Fritsch.

Zudem werden partizipative Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen über die Spielzeit verteilt unterschiedliche Aspekte zum Thema diskursiv vertiefen und Begegnungs- und Diskussionsräume bieten.

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Schauspiel Frankfurt
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