Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 

1:1 CONCERTS JETZT AUCH IN DER MAINMETROPOLE -
KOOPERATION DER OPER FRANKFURT MIT MUSEEN VOR ORT FÜR DEN GUTEN ZWECK

Die 1:1 CONCERTS („1 zu 1 Konzerte“) bieten ungewöhnliche musikalische Begegnungen an ungewöhnlichen Orten in Form eines besonderen Konzerterlebnisses zugunsten des Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung. Sie basieren auf einem von den Initiatoren Stephanie Winker, Franziska Ritter, Christian Siegmund und Sophie von Mansberg eigens für das Kammermusikfestival „Sommerkonzerte Volkenroda“ entwickelten Format und waren bereits in zahlreichen deutschsprachigen Städten zu erleben (http://1to1concerts.de/).

Um spezielle, inspirierende Orte für dieses Projekt in der Mainmetropole zu finden, welche eine Konzertsituation in einen neuen Kontext setzen sollen, haben sich nach einem Aufruf der Oper Frankfurt einige Institutionen in Frankfurt sofort bereit erklärt, Partner der 1:1 CONCERTS zu werden, darunter das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das Hindemith Institut Frankfurt im Auftrag der Fondation Hindemith, Blonay (CH), die Liebieghaus Skulpturensammlung, das Städel Museum, das Eintracht Frankfurt Museum und das Museum für Kommunikation Frankfurt. Geplant ist, dass diese Liste noch wachsen wird.

Worum geht es? Im Rahmen der 1:1 CONCERTS findet eine ca. 10 minütige wortlose Eins-zu-eins-Begegnung zwischen Hörer*in und Musiker*in des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters statt. Ein eröffnender Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr persönliches Konzert – eine ungewöhnliche, aber für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht. Welchem Musiker und welcher Musik die Teilnehmer*innen dabei begegnen, bleibt eine Überraschung. Alles was bekannt ist, ist der Ort, das Datum und die Uhrzeit der Begegnung. Mit diesem Format können unter Einhaltung aller offiziell geltenden Auflagen im Rahmen der Corona-Bestimmungen kleine und sehr individuelle live Konzerte entstehen.

Die zur Auswahl stehenden Termine, welche über den gesamten Juni verteilt sind, finden sich auf der Website der Oper Frankfurt (https://oper-frankfurt.de/de/news/?detail=503), die Anmeldung ist über die E-Mail-Adresse Marketing.Oper@buehnen-frankfurt.de möglich. Gebeten wird um Angabe, für welches Datum und welchen Ort Interesse herrscht, dann wird eine genaue Uhrzeit für das Konzert zugesandt. Alle weiteren wichtigen Angaben folgen gleichfalls per Mail. Sollten mehr Anfragen eintreffen als Termine zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.

Das 1:1 CONCERT ist kostenlos. Die Gäste sind jedoch dazu eingeladen, im Nachgang einen Betrag ihrer Wahl zu spenden. Denn mit den 1:1 CONCERTS soll ein Zeichen der Solidarität an die finanziell schwer getroffenen freischaffenden Musiker*innen gesendet werden. Alle gespendeten Einnahmen kommen dem Nothilfefonds unter dem Dach der Deutschen Orchester-Stiftung zugute:

Deutsche Orchester-Stiftung
Spendenkonto: Deutsche Orchester-Stiftung
Kennwort: 1_1Concerts Frankfurt
IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05
BIC: COBADEFFXXX

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Selbst eingefleischte Frankfurter stolpern darüber und können sich auf den Titel des Orchesters der Oper ihrer Stadt keinen rechten Reim machen. Heißt das Orchester der Hamburgischen Staatsoper vornehm (aber unverbindlich) "Philharmonisches Staatsorchester", jenes der Weißwurst-Metropolenoper streng "Bayerisches Staatsorchester", so fällt für manchen der Name in Frankfurt doch ein wenig aus dem Rahmen.

Frankfurt hat ein Museumsufer, in dessen unmittelbarer Nähe sogar die Oper liegt, doch die edle Flaniermeile am Main hat den Namen nicht verursacht. Das Frankfurter Museumsorchester, das Orchester der Stadt Frankfurt am Main, bespielt auch die Konzerte der Frankfurter Museums-Gesellschaft, einem der traditionsreichsten kulturellen Veranstalter und in dieser Verbindung liegen auch die Wurzeln des auf den ersten Blick scheinbar etwas sonderbaren Namens.

Das "Museum", heute die Frankfurter Museums-Gesellschaft, wurde 1808 von kunstsinnigen Bürgern der Stadt gegründet mit dem Ziel "durch Verbindung der ästhetischen Cultur mit der moralischen die höchste Cultur der Menschheit nach Kräften zu fördern". Auch in jener Zeit der napoleonischen Wirren war das "Museum" kein solches in unserem heutigen Sinne, sondern vielmehr eine Vereinigung mit dem Ziel, die Literatur, die bildende Kunst, die Tonkunst zu pflegen - und zwar aktiv! Kunst und Wissenschaft sollten zusammenkommen - ein wahrhaft moderner interdisziplinärer Ansatz. Wer in den drei "Classen" des "Museums" mangels Talent nicht unterkam, dem blieb nur die vierte "Abtheilung": die der Kunstfreunde. In dieser konnte man nun, ohne selbst aktiv in Erscheinung zu treten, Konzerten professioneller Musiker lauschen, die für bestimmte Gelegenheiten als Orchester engagiert wurden. Meist waren dies Musiker des Theaters, immerhin eines der ersten bürgerlichen Opernhäuser überhaupt. Ein halbes Jahrhundert später, mit der starken Expansion des Konzertbetriebes, wandelte sich das "Museum" zur Museums-Gesellschaft als reiner Konzertveranstalter. Im neuerbauten Konzertsaal, dem "Saalbau", traten die bedeutendsten Solisten und Dirigenten der Zeit auf, Camille Saint-Saëns, Clara Schumann, Hans von Bülow und Johannes Brahms, um nur einige wenige zu nennen.

Das Orchester aber, das die Konzerte dieses Veranstalters bespielte, war und ist das Orchester der Oper, dessen amtlicher Titel nach wie vor "Städtisches Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester" lautet, kurz und gut das "Frankfurter Museumsorchester". Und - museumsreif wird es hoffentlich noch lange nicht sein.

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