RISM - Internationales Quellenlexikon der Musik

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Musik gehörte schon immer zum Leben des Menschen. Doch vor der Erfindung der Tonaufnahmen mußte man selbst musizieren oder – wenn man es sich leisten konnte – Musik spielen lassen. Das ging nicht ohne Noten, die man seit dem 16. Jahrhundert gedruckt kaufen konnte oder – was meist billiger war – abschrieb.

Viele der gedruckten oder handgeschriebenen Noten sind überliefert und werden heute noch in Bibliotheken, Archiven, Privatsammlungen usw. aufbewahrt. Für den Forscher sind diese Quellen wertvolle Zeugnisse, um zu erfahren, welche Musik zu welcher Zeit bevorzugt wurde. Er wertet diese Zeugnisse aus mit dem Ziel, die Geschichte der Musik möglichst genau zu beschreiben. Der Musiker wiederum greift auf alte Noten zurück, um im Konzert neben dem Bekannten (Mozart – Beethoven – Bach – Haydn – etc.) auch Unbekanntes vorstellen zu können.

Doch vor der Wissenschaft und der Praxis steht die Information über die Quellen. Das ist die Aufgabe des RISM Répertoire International des Sources Musicales (Internationales Quellenlexikon der Musik). Es hat Arbeitsstellen in über 30 Ländern der Erde, deren Mitarbeiter in den Bibliotheken und Archiven ihres jeweiligen Landes Musikhandschriften und -drucke auffinden und detailliert beschreiben. Die Ergebnisse ihrer Arbeit liefern sie an die Zentralredaktion in Frankfurt am Main, wo sie in einer Datenbank gespeichert und als CD-ROM oder im Internet – teilweise auch noch als Buch – veröffentlicht werden.

Seit Juni 2010 wird ein neuer, kostenfreier Online-Katalog zur Musik unter www.rism.info angeboten. Etwa 700.000 Nachweise von meist handschriftlichen Quellen werden in dieser Datenbank ausführlich nach wissenschaftlichen Kriterien katalogisiert angeboten.

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