"Von der Zerstörung zum Wiederaufbau des Frankfurter Goethe-Hauses 1944 - 1951" vom 10. Mai bis 30. Dezember 2021 im Frankfurter Goethe-Haus

 

Von der Zerstörung zum Wiederaufbau des Frankfurter Goethe-Hauses 1944 - 1951
Eine virtuelle Ausstellung von Dr. Joachim Seng und Dr. Nina Sonntag

Es war ein weltweit zur Kenntnis genommenes Ereignis, als am 10. Mai 1951 das originalgetreu wieder aufgebaute Frankfurter Goethe-Haus in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss und den drei Hohen Kommissaren der drei westlichen Besatzungsmächte wiedereröffnet wurde. Dem Entschluss zum Wiederaufbau des im März 1944 völlig zerstörten Hauses war eine lebhafte Diskussion vorausgegangen. Anhänger des Deutschen Werkbundes sprachen sich vehement gegen den vom Freien Deutschen Hochstift unter Ernst Beutler favorisierten originalgetreuen Wiederaufbau aus, den Persönlichkeiten wie Hermann Hesse, Thornton Wilder, Albert Schweitzer, Karl Jaspers und Benno Reifenberg unterstützten. Die landesweite Diskussion darüber, wie mit dem zerstörten historischen Erbe nach dem Krieg umgegangen werden soll, hatte bereits unmittelbar nach dem Krieg begonnen, am Frankfurter Goethe-Haus und seinem Wiederaufbau schieden sich im Jahr 1947 die Geister. Die Entscheidung des Frankfurter Magistrats fiel im Frühjahr 1947, doch bis zur Eröffnung „von Frankfurts kulturellem Heiligtum“ (Thomas Mann) im Mai 1951 war es – durch Materialknappheit, Kostensteigerung und Währungsreform – ein steiniger Weg.

Anhand zahlreicher Briefe, Fotos, Aufsätze und Zeitungsartikel zeichnet die virtuelle Ausstellung den konfliktbehafteten Weg von der Zerstörung bis zur Einweihung des Goethe-Hauses nach.

Virtuelle Ausstellung

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