Denkmal für die rettenden Kindertransporte 1938/39

 

Kurzbeschreibung des Projekts

Zwischen der Pogromnacht im November 1938 und dem Kriegsbeginn im September 1939 konnten etwa 20.000 Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und Polen mit Hilfe zahlreicher Hilfsorganisationen ins rettende Ausland, überwiegend nach England, ausreisen: Wenigstens die Kinder sollten vor antisemitischer Verfolgung in Sicherheit gebracht werden. Nach London, Berlin, Wien, Danzig, Rotterdam und Hamburg soll nun endlich auch in Frankfurt, dem Sammelpunkt der Rettungsaktion in Südwestdeutschland, mit einem zeitgenössischen Kunstwerk an das Schicksal der Kinder und ihrer Familien und an die beispielhafte internationale Hilfe erinnert werden.

Die Jury für das geplante Denkmal Kindertransporte hat sich für den Entwurf „The Orphan Carousel“ der israelischen Künstlerin Yael Bartana entschieden. Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Planungsdezernent Mike Josef stellten den Siegerentwurf gemeinsam mit Bärbel Schäfer, der Schirmherrin des Kindertransportdenkmals und Franziska Nori, Direktorin der Frankfurter Kunstvereins und Vorsitzende der Jury im Rahmen einer Pressekonferenz im Frankfurter Kunstverein am Dienstag, 12. Februar, vor.

Der prämierte Entwurf der Künstlerin Yael Bartana stellt eine Replik eines drehbaren Kinderkarussells aus den 1930er Jahren dar. Auf seinen Flanken sind drei kurze Texte zu lesen, die Zitate der geretteten Kinder und ihrer Eltern sein könnten: „Auf bald, mein Kind“, „Auf Wiedersehen, Mutter“ „Auf Wiedersehen, Vater“. Das Karussell ist benutzbar und dreht sich stark verlangsamt.

Das Kunstwerk soll an der Kreuzung Gallusanlage/Kaiserstraße entstehen und an die Kindertransporte der Jahre 1938/39 erinnern. Die Stadt hatte 2019 einen künstlerischen Wettbewerb ausgelobt, für den namhafte internationale Künstlerinnen und Künstler gewonnen werden konnten. Das Kunstwerk ist auch ein Statement der Stadt, sich gegen den wachsenden Antisemitismus zu stellen und die Geschichte der Shoah im Rahmen des mahnenden Gedenkens in Frankfurt im Stadtbild zu verankern.

Der Jury gehörten an: Tamara Grcic, Bildende Künstlerin, Dr. Werner Hanak, stellvertretender Direktor Jüdisches Museum Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Salomon Korn, Vorstand Jüdische Gemeinde Frankfurt, Till Lieberz-Gross, Expertin zum Thema Kindertransporte, Franziska Nori, Direktorin Frankfurter Kunstverein, Susanne Pfeffer, Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt, Nicolaus Schafhausen, Kurator NS-Dokumentationszentrum München und Oliver Strank, Ortsvorsteher Ortsbeirat 1.

Ziel

Mit zeitgenössischer Kunst soll würdig an die Kindertransporte 1938/39 gedacht und damit die Erinnerung an den Holocaust wachgehalten und die Thematik der nachwachsenden Generation nahegebracht werden. Ein in Frankfurt noch wenig bekanntes Kapitel der NS-Zeit wird hiermit öffentlich gemacht.

Erinnert wird an die große Humanität der Retter, die zahlreiche Kinder vor Verfolgung und Tod im nationalsozialistischen Deutschland bewahrten; gemahnt an das Trauma, das der abrupte Verlust aller Angehöriger und ihres Zuhauses für die Kinder bedeutete, die ihre Familien meist nie wiedersahen.

Die Errichtung und Einweihung des Kunstwerks wird von einem Begleitprogramm flankiert.

Es erscheint eine Publikation.
 

Spenden

Spenden zu Gunsten des Denkmals ‚Kindertransporte‘ können auf das Konto bei der Frankfurter Sparkasse unter Angabe des Verwendungszwecks erfolgen. Der Verwendungszweck ist unbedingt anzugeben!

Selbstverständlich kann Ihre Zuwendung steuerlich geltend gemacht werden. Für den Erhalt einer Spendenquittung geben Sie bitte unbedingt im Verwendungszweck der Überweisung untenstehende Zahlenreihe und Ihren Namen und Ihre Adresse an.

Bankverbindung für Spenden zur Realisierung des Kindertransport-Denkmals:

Inhaber: Kulturamt Stadt Frankfurt am Main
IBAN: DE52 5001 0060 0880 9546 03
BICC: PBNKDEFFXXX

Verwendungszweck: 41.17.1, Denkmal Kindertransporte, „Ihr Name, Ihre Adresse“

Damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann senden Sie bitte gleichzeitig eine Email mit der Höhe des Spendenbetrags und Ihrem Namen und Ihrer Adresse an: filiz.aydin@stadt-frankfurt.de