"Die weibliche Seite Gottes" vom 23. Oktober 2020 bis 27. Juni 2021 im Jüdischen Museum

 

Die Eröffnungsausstellung im neuen Erweiterungstrakt des Jüdischen Museums verbindet die kulturhistorischen Spuren von weiblichen Elementen in den Gottesvorstellungen der drei monotheistischen Religionen mit Darstellungen in der Bildenden Kunst. Sie spannt einen Bogen von antiken archäologischen Figurinen über mittelalterliche hebräische Bibelillustrationen, Madonnenbilder der Renaissance bis hin zu Interpretationen renommierter zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.

Atrium Lichtbau Foto Norbert Miguletz © Jüdisches Museum Frankfurt

In der polytheistischen Welt des Alten Orients waren Darstellungen weiblicher Gottheiten weit verbreitet. Auch bei der Herausbildung des biblischen Monotheismus spielen sie noch eine gewisse Rolle, wurden allerdings in der Zeit nach dem sogenannten Babylonischen Exil mehr und mehr verdrängt. Fortan wird dem einzigen Gott in der hebräischen Bibel und den rabbinischen Auslegungsschriften weniger eine Partnerin zur Seite gestellt, als vielmehr eine weibliche Seite zugesprochen.

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Jüdisches Museum Frankfurt am Main
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