"Geldmacher – Wer bestimmt, was Geld ist?" vom 30. Juni 2021 bis 29. Mai 2022 im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank

 

Geld zu machen, bedeutet Macht zu haben. Schon deshalb war die Ausgabe von Geld seit jeher vor allem eine Angelegenheit des Staates. Schließlich ist ein funktionierendes Geldwesen für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft von elementarer Bedeutung. Auf Banknoten und Münzen finden sich daher bevorzugt die Symbole staatlicher Macht. Scheiterte jedoch ein Staat daran, den Geldverkehr funktionsfähig oder den Geldwert stabil zu halten, nutzten Menschen Notgeld oder Ersatzwährungen, wie beispielsweise Zigaretten. In anderen Teilen der Welt, etwa bei den Völkern der Südsee, war das Konzept eines staatlich kontrollierten Geldwesens völlig unbekannt.

Heute wird Geld als öffentliches Gut durch den Staat geschaffen und von ihm kontrolliert. Vollzogen wird diese staatliche Aufgabe meist durch die jeweilige Zentralbank.

Aktuell wird das Leben zunehmend digitaler. Neue digitale Formen des Geldes, die sogenannten Krypto-Token, sind bereits entstanden. Dieses Geld wird von Privatpersonen und Unternehmen zunehmend auch international geschaffen.

Die Sonderausstellung wurde mit der Numismatischen Sammlung der Deutschen Bundesbank konzipiert. Die Sammlung mit einem erlesenen Bestand von über 90.000 Münzen und etwa 260.000 Banknoten aus aller Welt zählt zu den bedeutendsten ihrer Art.

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Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
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