"Eine Stadt macht mit" vom 9. Dezember 2021 bis 11. September 2022 im Historischen Museum Frankfurt

 

Die Ausstellung führt die Besucher*innen zu etwa 20 typischen urbanen Orten wie beispielsweise Rathaus, Straße, Universität, Geschäft oder Gericht. Die dort präsentierten Geschichten machen deutlich, wie der Nationalsozialismus die Stadt Frankfurt und den Alltag ihrer Bewohner*innen prägte – ihre Spannweite reicht von den Täterinnen und Tätern bis zu den Opfern staatlicher wie kommunaler Gewalt. Handlungsoptionen werden ebenso diskutiert wie die Konsequenz von politischer Untätigkeit, Wegsehen, Profitieren oder blindem Gehorsam. Die Ausstellung setzt sich mit dem Mitmachen auseinander, verliert dabei aber nie den Widerstand oder die Folgen für das individuelle Leben der Verfolgten aus dem Blick.

Frankfurt hat in der NS-Zeit in vielerlei Hinsicht eine mit anderen Großstädten vergleichbare Entwicklung genommen. Die Stadt war jedoch besonders geprägt von ihrer jüdischen Geschichte und ihrer jüdischen Bevölkerung (mit 5 % der größte Anteil in einer Stadt des Deutschen Reiches). Deren Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung waren nicht nur Kernziele des NS, sondern auch der Frankfurter Kommunalverwaltung, die systematisch versuchte, das Image der „Stadt der Juden und Demokraten“ durch den neuen Beinamen „Stadt des deutschen Handwerks“ zu tilgen.

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Historisches Museum
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