1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Veranstaltungsreihe zum Festjahr bis Frühjahr 2022

Hier finden Sie Angebote, die in Frankfurt im Zusammenhang mit dem Jubiläum stattfinden:

  • 10. bis 12. Oktober 2021| Konferenz. Das Jüdische Frankfurt

    Die Stadt Frankfurt nimmt in der deutsch-jüdischen Geschichte einen einzigartigen Platz ein. In Frankfurt bestand lange Zeit die größte jüdische Gemeinde Deutschlands, und bis 1933 war die Stadt eines der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in Deutschland und in Europa. Von den etwa 30.000 Juden, die 1933 in Frankfurt lebten, haben nur etwas mehr als 100 den Nationalsozialismus in der Stadt überlebt. Die Konferenz widmet sich der Geschichte der Juden und Jüdinnen in Frankfurt als herausragendes Beispiel und als zentraler Ort für die deutsche und die hessische jüdische Geschichte, für deren kulturelle, soziale und religiöse Entwicklung und für die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden. Sie untersucht, wie sich Frankfurt zu einer so bedeutenden jüdischen Stadt entwickelt hat, aber auch wie es zu einem Ort der Ausgrenzung und Verfolgung wurde.
     

    Eintritt frei; Anmeldung unter: besuch.jmf@stadt-frankfurt.de
     

    Jüdisches Museum Frankfurt

Aufzeichungen

  • Aufzeichnung "SYMPOSIUM ZWISCHENZEITEN: ZUR JÜDISCHEN DIASPORA IN EUROPA" vom 20. bis 22. März 2021

    Online-Übertragung aus dem Jüdischen Museum

    Mit dem eineinhalbtägigen Symposium hat das Jüdische Museum Frankfurt zu einer differenzierten Diskussion über die aktuelle Situation von Jüdinnen und Juden beigetragen und wissenschaftliche Diskurse mit Reflexionen über gesellschaftspolitische Entwicklungen verbunden. Angesichts der bedrohlichen Atmosphäre, der Jüdinnen und Juden in Europa ausgesetzt sind, bietet das Symposium eine Plattform für Visionen, die einem zukünftigen Zusammenleben und einer jüdischen Zukunft in Europa den Weg bahnen sollen. Es reflektiert dabei die paradoxalen Entwicklungen, die die europäisch-jüdische Diaspora kennzeichnen. Auf der einen Seite ist jüdisches Leben zunehmend bedroht und die Mitgliedszahlen in den Jüdischen Gemeinden gehen europaweit zurück. Auf der anderen Seite artikulieren mehr und mehr junge Jüdinnen und Juden ihr Jüdischsein selbstbewusst in der Öffentlichkeit und sorgen so dafür, dass die Pluralität jüdischer Stimmen in Europa immer sichtbarer wird.
     

    Link zur Aufzeichnung: https://www.youtube.com

  • Aufzeichnung "(Bühnen)Besetzungen. Symposium nach »Der Müll, die Stadt und der Tod«" vom 25. April 2021

    Online-Übertragung aus den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurts
     

    Beteiligte: Schauspiel Frankfurt , Jüdisches Museum, Hessische Theater Akademie, Fritz Bauer Institut, Theaterwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main
     

    Im Oktober 1985 besetzten Jüdinnen und Juden die Bühne des Schauspiel Frankfurt, um die Premiere der Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ zu verhindern. Vierzig Jahre nach Kriegsende drang damit eine Erfahrung in den gesellschaftlichen Diskurs vor, die später als „Opferperspektive“ bezeichnet wurde. Im Rahmen des Symposiums nehmen Zeitzeug*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen eine Neubewertung dieses historischen Aktes zivilen Ungehorsams aus heutiger Perspektive vor. Dabei werden die jüdische Nachkriegsgeschichte. Frankfurts und die Möglichkeiten und Grenzen der spezifischen Öffentlichkeit des Theaters reflektiert sowie performative Strategien des Empowerments von Minderheiten im Kontext einer zeitgenössischen ästhetischen Repräsentationspolitik untersucht.

     

    Link zur Aufzeichnung: https://www.youtube.com

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