17.4., 20 Uhr: Europas Musik und ihre Verbreitung

Samstag, 17. April, 20 Uhr
Europas Musik und ihre Verbreitung I
Mutare Ensemble & Wolfram Koch
Ferne Blicke

Im 20. Jahrhundert importierten asiatische Länder europäische Musiktraditionen, zeitweise wurde die eigene musikalische Tradition von europäischer Musik verdrängt. Japanische und später koreanische Musiker wurden in Europa ausgebildet und in der europäische Musiktradition sozialisiert. Zunächst war auch das Komponieren fast ausschließlich von europäischen Vorbildern geprägt. Später jedoch suchten die asiatischen Komponisten zunehmend ihren Standort zwischen beiden Traditionen. Das Programm beinhaltet Werke von drei aus Asien stammenden Komponisten, die in Europa studiert haben und ihren Stil im Spannungsfeld zwischen Europa und ihrer Heimat entwickelt haben. Malika Kishino (*1971): Lamento II, based on a folk song from Fukushima (2013 / rev. 2014) für Violine und Viola; Isang Yun (1917-1995): Nore (1964) für Violoncello und Klavier; Toru Takemitsu (1930-1996): Rocking Mirror Daybreak (1983) für zwei Violinen. Gerhard Müller-Hornbachs Streichquartett Ferne Blicke. Metamorphosen einer Ode thematisiert seinerseits die Wechselwirkung zwischen verschiedenen musikalischen Traditionen am Beispiel der „Ode an die Freude“ aus der 9. Sinfonie von Beethoven. Wolfram Koch liest aus Die Kieferninseln von Marion Poschmann und Auszüge aus Das Jagdgewehr von Yasushi Inoue.

Ort: Romanfabrik
Eintritt: 20,- / 15,- (oder kostenloser Livestream)
 

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Romanfabrik
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60314 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 4940902
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