Atelierstipendium Bildende Kunst

 

Atelierstipendium Bildende Kunst

Frankfurt gilt als lebendiger, internationaler Standort für zeitgenössische Kunst. Ein Anreiz, um Kunstschaffende langfristig an Frankfurt zu binden, ist das Atelierstipendium Bildende Kunst. Es wird seit 2012 ausgelobt und richtet sich an Künstlerinnen und Künstler mit akademischem Abschluss im mittleren Lebensabschnitt, die ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Frankfurt nachweisen können und trotz eigenwilliger, innovativer Positionen und einer kontinuierlichen Entwicklung und Ausstellungstätigkeit bislang den Anschluss an die nationale und internationale Kunstszene noch nicht gefunden haben. Ihnen wollen wir durch dieses Stipendium eine regionale Aufmerksamkeit verschaffen.

Das Atelierstipendium ist neben der Projekt- und Atelierförderung ein weiterer Baustein, um dem Abwanderungsdruck von Künstlerinnen Künstlern entgegenzuwirken. Es bietet zudem einen Anreiz für die Künstlerinnen und Künstler, die sich bewusst für den Standort Frankfurt entschieden haben.
 

Das Atelierstipendium Bildende Kunst 2024/25 der Stadt Frankfurt erhält Monika Romstein

Dies entschied ein Fachgremium bestehend aus Corinna Bimboese, Direktorin des Atelierhauses ATELIERFRANKFURT e.V., Dr. Robert Bock, Künstlerischer Leiter der AusstellungsHalle 1A, Kunst in Frankfurt e.V., Christian Kaufmann, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Heussenstamm-Stiftung, Milorad Prentovic, Galerie Perpétuel, Felix Ruhöfer, Künstlerischer Leiter des Atelierhaus basis e.V. sowie Susanne Kujer, Leiterin des Referats Bildende Kunst des Kulturamtes Frankfurt.

Zur Begründung führt die Jury aus: „Mit ihren malerischen Positionen bereichert die Frankfurter Künstlerin Monika Romstein die Kunstszene seit vielen Jahren. In Ausstellungen zeigt sie regelmäßig Variarionen ihres unermüdlichen Schaffens und lässt den Betrachter in ihr bildnerisches Werk eintauchen, wobei sie sowohl in ihrer Farbwelt als auch durch ihren figürlichen Ausdruck mit poetisch anmutenden Wesen ein unverwechselbares Oeuvre und eine individuelle Bildsprache geschaffen hat.“

Monika Romstein (geb. 1962) studierte Kunst- und Filmwissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main, anschließend am Duncan of Jordanstone College of Art and Design an der University of Dundee, Schottland und schloss ihr Studium 2002 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main als Meisterschülerin von Prof. Christa Näher ab.

Seither arbeitet sie hauptsächlich auf dem Gebiet der Malerei, produziert aber auch raumumfassende Installationen mit verschiedensten Materialien wie z.B. ungebranntem Ton, Pappe oder Holz. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Vulneralibität gegenwärtiger Lebensmodelle. Alle Materialien teilen ihre Verwandtschaft des Temporalen und Fragilen. Gemaltes, Gefundenes und Gebautes stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Werke handeln zumeist von psycho-emotionalen Topographien und dem ambivalenten Wunsch, der Hierarchisierung der Ästhetik entgegenzuwirken. So erscheinen in ihren Aquarellen Szenen, die auf den ersten Blick seltsam und entzaubert erscheinen, sich aber ständig auf Aspekte unserer Gegenwart und Vergangenheit beziehen.

„Seit 2012 gehört das Atelierstipendium der Stadt Frankfurt am Main zum festen Bestandteil der Künstlerförderung unserer Stadt“, so Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. „Ich freue mich, dass sich das Gremium auch diesmal wieder für eine Künstlerin entschieden hat, die nicht nur eine eigenwillige, persönliche und auch innovative bildnerische Position vertritt, sondern obgleich sie zahlreiche europäische Arbeitsaufenthalte vorzuweisen hat, Frankfurt am Main stets treu geblieben ist.“

Das Atelierstipendium Frankfurt am Main richtet sich an Künstlerinnen und Künstler mit akademischem Abschluss im mittleren Lebensabschnitt mit Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Frankfurt am Main, die trotz eigenwilliger, innovativer Positionen und einer kontinuierlichen Entwicklung und Ausstellungstätigkeit bislang den Anschluss an die nationale und internationale Kunstszene noch nicht gefunden haben. Ihnen soll durch dieses Stipendium eine regionale Aufmerksamkeit verschafft werden. Das Atelierstipendium umfasst die Übernahme der Ateliermiete für zwölf Monate bis zu einem Höchstbetrag von 7.000 Euro. Die finanzielle Unterstützung durch das Atelierstipendium ermöglicht der Künstlerin die Anmietung eines größeren Ateliers, das sie sich bislang nicht leisten konnte. Am Ende des Stipendiums wird das aktuelle Werk 2025 in der AusstellungsHalle 1A in der Schulstraße gezeigt und optional mit einem Katalog begleitet.

Das Atelierstipendium ist neben der Projekt- und Atelierförderung ein weiterer Baustein, um dem Abwanderungsdruck von Künstlerinnen Künstlern entgegenzuwirken. Es bietet zudem einen Anreiz für die Künstlerinnen und Künstler, die sich bewusst für den Standort Frankfurt entschieden haben.

Bisherige Preisträger:
2012/2013 Ateliergemeinschaft Michael Klöfkorn & Jens Lehmann
2014/2015 Patrick Raddatz
2017/2018 Corinna Mayer
2019/2020 Künstlerduo Katrin Höhne & Bjarte Gismarvik
2022/2023 Ateliergemeinschaft Eva Weingärtner & DeDe Handon

Kontakt:
Susanne Kujer
Leiterin des Fachbereichs Bildende Kunst
Kulturamt Frankfurt am Main
Brückenstr. 3-7
60599 Frankfurt am Main
Tel.: 069 212 33550
E-Mail: susanne.kujer@stadt-frankfurt.de