"LUNGISWA GQUNTA. Tending to the harvest of dreams" vom 21. August bis 14. November 2021 im ZOLLAMT MMK

 

In der Ausstellung stellt die südafrikanische Künstlerin Lungiswa Gqunta 30 Jahre nach dem vermeintlichen Ende der Apartheid die Frage nach dem Fortwirken des Kolonialismus. Wie kann man an den eigenen Umgang mit Natur, an jahrhundertealte Traditionen und Wissen, das in einem liegt, aber nur in Träumen zu einem spricht, anknüpfen? Wie lässt sich die eigene Identität, die Schritt für Schritt auch durch Landnahme entzogen worden ist, finden und weiterführen? Zwei Drittel des Landes sind immer noch im Besitz der weißen Bevölkerung. 90 Prozent des Reichtums verteilen sich auf 10 Prozent der Bevölkerung. In einem Land, das so reich an Bodenschätzen ist, ist die Landfrage zentral und sind die Forderungen nach Restitution allgegenwärtig.

Verteilt im Raum formen stählernen Farbknäuel von dicht mit Stoffstreifen umsäumtem grünen, orangenen und violetten Stacheldraht eine weite grüne Gartenlandschaft, in der violette und orangene Felder ab und an hervorsprießen. Dazwischen erstrecken sich rund und geometrisch rostende Becken wie Seen in der weiten, verdorrten Ebene.

 

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