Notfallfonds des Kulturdezernates Frankfurt am Main

 

Ein Notfallfond für die Kultur

Die Corona-Krise bedeutet für die Frankfurter Kulturlandschaft einen Rückschlag mit noch kaum absehbaren Folgen. Besonders die Kultur ist durch abgesagte Veranstaltungen, verschobene Projekte und unvorhergesehene Einkommensausfälle betroffen. Kuturdezernentin Dr. Ina Hartwig konnte aus eigenen Mitteln einen Kultur-Notfallfonds mit einem Volumen von über 225.000 Euro schaffen, durch Spenden von Frankfurter Bürger_innen, Sitftungen und Vereinen konnte der Fonds auf rund 370.000 Euro aufgestockt werden. 

Der städtische Notfallfonds richtet sich an Einzelkünstlerinnen und Künstler, Künstlergruppen sowie Kollektive aus Frankfurt am Main der unterschiedlichen künstlerischen Genres in finanzieller Notlage aufgrund der Corona-Krise, die von den Soforthilfemaßnahmen der Bundes- bzw. Landesförderung nicht umfasst sind. Mithilfe des Fonds soll ihnen während der Krise unbürokratisch beigestanden und die Weiterführung ihrer künstlerischen Tätigkeit gesichert werden.

 

ANTRAGSTELLUNG

Formlose Anträge werden an das Kulturamt gerichtet. Die Höhe der Förderung liegt zwischen 500 und höchstens 5.000 Euro und wird zur Überbrückung einer Notsituation als Existenzhilfe in Form einer rückzahlbaren Zuwendung gewährt oder zur Finanzierung der künstlerischen Arbeit während der Krise als nicht rückzahlbare Zuwendung zur Durchführung kleinerer an die gegenwärtigen Umstände angepasster Projektvorhaben. In Einzelfällen kann eine gewährte Existenzhilfe später in eine nicht rückzahlbare Zuwendung geändert werden.
 

Antragsberechtigte:

  • Einzelkünstler_innen, Künstlergruppen, Kollektive aus Frankfurt am Main der unterschiedlichen künstlerischen Genre

 

Voraussetzungen:

  • Existentielle finanzielle Notlage muss aktuell vorliegen sowohl im Fall der rückzahlbaren als auch im Fall der nicht-rückzahlbaren Zuwendung
  • Fördermaßnahmen Bund und Land oder weiterer Dritter können nicht in Anspruch genommen werden oder sind nicht hinreichend im Fall der rückzahlbaren Zuwendung
  • Individueller Finanz-/Unterstützungsbedarf besteht spezifisch begründet, nicht allgemein, über das reguläre Hilfsangebot anderer öffentlicher Stellen außerhalb des Kulturbereiches hinaus
  • Im Fall der nicht-rückzahlbaren Zuwendung Einreichung eines spezifischen Projektantrages 

 

Förderhöhe:

  • Zwischen 500 und 5.000 Euro, Einzelfallbezogen zu entscheiden

 

Förderverfahren:

Rückzahlbare Zuwendungen:
Zunächst werden Zuwendungen in diesem Verfahren als rückzahlbare Zuwendungen gewährt. Das Ziel der Förderung, schnell und unbürokratisch existenzsichernd zu unterstützen, kann nur auf diese Weise erreicht werden, da vor Bewilligung tatsächliche Förderbedarfe aufgrund der unterschiedlichsten Faktoren (u.a. Dauer der coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens) oftmals nicht abschließend geklärt werden können und dies nur im Zuge des zu führenden Verwendungsnachweises erfolgen kann. In Einzelfällen kann die zunächst gewährte rückzahlbare Zuwendung später in eine nicht rückzahlbare Zuwendung geändert werden.

Nicht-Rückzahlbare Zuwendungen:
Die Mittel müssen für künstlerisches Arbeiten während der Krise verwendet werden. Dies können neben Materialstipendien z.B. auch digitale Kunstprojekte oder sonstige individuelle Projektvorhaben sein. Eine Beschreibung des entsprechenden Projektvorhabens sowie eine Auflistung der entstehenden Kosten sind dem Antrag beizufügen.
 

Antragsformalien:

Zunächst ist ein formloser Antrag mit genauer Schilderung der jeweiligen individuellen Notlage und der finanziellen Gegebenheiten inklusive Anschrift, Kontaktdaten und Bankverbindung ausreichend. Weitere erforderliche Antragsunterlagen und Nachweise werden dann bilateral geklärt. Es wird empfohlen, vor Antragstellung per E-Mail Kontakt mit dem Kulturamt aufzunehmen. Dann kann eine individuelle Antragsberatung erfolgen.

Kontakt: 

Anträge möglichst digital als unterschriebenes PDF-Dokument an: kulturfoerderung@stadt-frankfurt.de

oder per Brief an: Kulturamt Frankfurt am Main Fachbereich Kulturförderung, Brückenstrasse 3-7, 60594 Frankfurt am Main

 

Informationen für Spender:

Ansprechpartner:
Kulturamt Frankfurt: Johannes Promnitz, Telefon: 069 212 32407, johannes.promnitz@stadt-frankfurt.de

Spendenkonto
Kontohinhaberin Stadt Frankfurt am Main, Kulturamt
Postbank Frankfurt
IBAN: DE52 5001 0060 0880 9546 03
BIC: PBNKDEFFXXX
Verwendungszweck: GB 0410 - Spende Hilfsfonds Kultur