Venezuela im Film – ¡Qué chévere!

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11. - 14. November 2021
im Filmforum Höchst / Frankfurt a.M.

Nach einem Jahr Pandemie-Pause kehrt das venezolanische Festival Venezuela im Film – Qué Chévere mit neuen und spannenden Produktionen zur 16. Auflage in das Filmforum-Höchst zurück.

Eröffnet wird das Festival mit dem Film "Voy por ti", dem ersten Spielfilm von Carmen La Roche aus dem Jahr 2019, der in einfühlsam kritischer Weise von Mobbing und Sexting in der Schule erzählt, dabei die venezolanische Realität nicht aus den Augen verlierend.

Der Dokumentarfilm "Kueka: Cuando las piedras hablan" von Francisco Denis führt uns mit der Geschichte über die (illegale) Extraktion des Kueka-Steins der indigenen Pemones an ein wichtiges Thema heran, das der aktuellen Debatte um Raubkunst in Deutschland erinnert. Eine Besonderheit: Der Film ist neben Spanisch auch auf Pemón zu hören, einer der indigenen Sprachen Venezuelas.

Die venezolanisch-italienische Koproduktion "Dirección opuesta" von Alejandro Bellame erzählt die Geschichte eines Teils der venezolanischen Jugend, die nichts mit der bolivarischen Regierung anfangen kann, wobei nicht alle von ihnen den Ausweg nur in der Diaspora sehen. 

Die venezolanisch-mexikanische Koproduktion "Jazmines en Lídice" von Ruben Sierra Salles ist im Rahmen des Friedensprojektes „Insideout“ der Fundación Esperanza Venezuela entstanden, das über die Kunst Frieden in das in den letzten Jahren von Gewalt gebeutelte Land bringen will.

Und schließlich läuft die venezolanisch-spanische Koproduktion "La noche de las dos lunas" von Miguel Ferrari, die von einer Frau erzählt, die im dritten Schwangerschaftsmonat feststellt, dass ihr Baby nicht ihre DNA hat. Der Filmemacher wird nach dem Film live zugeschaltet.

Ausklingen wird das Festival mit venezolanischem Rum und Scholkolade.
 

Über das Festival

Venezuela im Film – ¡Qué chévere! wurde im Jahr 2005 vom venezolanischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main und dem Filmforum Höchst/VHS gegründet, und durch das staatliche Filminstitut Centro Nacional Autónomo de Cinematografía de Venezuela (CNAC) aus Caracas unterstützt.


Seit 2018 begann die Umstrukturierung des Festivals, das sich fortan unabhängig präsentieren sollte. Die Verantwortung und Koordination von Venezuela im Film -¡Qué chévere! (ViF) obliegt nunmehr der Festivalgruppe, unter dem Dach des Frankfurter Filmstudio-Organisationskollektiv Aufblende e.V., mit Sitz in Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit dem Filmforum Höchst der VHS Frankfurt.


Seit 2019 besteht eine neue und aktive Kooperation mit der Filmakademie ACACV aus Caracas, andere venezolanische Filminstitute wie Amazonia Films halten dem Festival weiterhin die Treue, auch die Freundschaft zu einigen venezolanischen Filmemacher*innen hat sich während der Jahre vertieft, so dass unser Blick nicht allein auf den international wahrgenommenen Produktionen verharrt, sondern auch weiterhin auf jenen, die (noch) nicht nach San Sebastían, Locarno, Cannes oder zur Berlinale eingeladen wurden.

Eingeladene Gäste besuchen das Festival und bringen das Filmschaffen des Südamerika-Staats dem Frankfurter Kinopublikum persönlich näher. Alle Filme laufen im Original mit Untertiteln.

Mit „Diego Rísquez (1949-2018): Ein Retrospektive“ und einer begleitenden Ausstellung mit ausgewählten Fotos verabschiedete sich das Festival 2018 auch von einem herausragenden Filmschaffenden seiner Zeit und einem Freund und Berater des Festivals – eine Hommage, die in intensiver Zusammenarbeit mit seiner Tochter Amapola und seinem langjährigen Produzenten Jorge Mirada zustande kam.


Die vorwiegend ehrenamtlich tätige Filmgruppe ViF eint vor allem eines: die Faszination am venezolanischen Kino und die Überzeugung, dass der Film seine höchste Ausdrucksform und Wirkung auf der Kinoleinwand und dem gemeinsamen Erleben mit anderen entwickelt.

ViF hat seit 2018 mit dem Kulturamt Frankfurt, dem AMKA und der Rosa-Luxemburg Stiftung in Berlin zuverlässige Partner in Deutschland gefunden, durch deren finanzielle Unterstützung das Festival erst möglich gemacht wird. Frankfurt am Main ist ein wichtiger Standort für internationale Festivals in Deutschland.

 

Videodateien
16. Venezuela im Film-Qué chévere
Trailer 16. Venezuela im Film-Qué chévere
Filmforum Höchst
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