Studiengang "Freie Filmkunst", Städelschule

 

Frankfurt erhielt 1978 mit der Berufung des legendären Experimentalfilmers Peter Kubelka die erste Filmabteilung an einer Akademie, welche das gesamte Spektrum der Filmherstellung unterrichtete. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Filmklasse der Städelschule zu einer angesehenen Institution in der internationalen Experimentalfilmszene.

Aber auch heute noch ist ein Lehrstuhl für „Freie Filmkunst“, wie ihn Kubelka einrichtete die Ausnahme in einer Medienszenerie, welche ansonsten die Berufsausbildung für die vielen Funktionen im kommerziellen Kino und Fernsehen ins Zentrum stellt: „Ich bilde keinen Nachwuchs für Fernsehen oder Film aus, sondern wie Malerei oder Bildhauerei freie Kunst ohne feste Berufsaussichten“, so Kubelka über das Konzept des Studiengangs.

Dieses Konzept wird auch von seiner Nachfolgerin, der Filmemacherin Monika Schwitte, aufrecht erhalten. Der Ausdruck des persönlichen Denkens durch Film ist das Lehrziel - Film wird als grundlegend neue Sprache gelehrt, ebenbürtig der Musik oder der Architektur.

Zum Filmstudium gehören gleichsam Pflichtvorlesungen zu den Themen "Kunstgeschichte", "Maltechnik", "Philosophie und Kunstgeschichte" sowie "Handzeichnen".

Die Aufnahme neuer Studenten findet alljährlich zum Wintersemester statt. Über die Aufnahme entscheidet eine Fachkomission im Rahmen einer Aufnahmeprüfung.
 

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