Modelle der Martin-Elsaesser-Stiftung

 

Martin Elsaesser war ein bedeutender Architekt des frühen 20. Jahrhunderts und der Weimarer Republik. Die Frankfurter Bauten, die er während seiner Amtszeit als Baudirektor der Stadt von 1925 bis 1932 schuf, sind aufschlussreiche Zeugnisse moderner Architektur. Sie verbinden fortschrittliche Ansätze mit traditionellen Bezügen. Kühn und sachlich in Form und Erscheinung, gewinnen die Bauten den Betrachter durch die künstlerische Behandlung von Ornament und Detail, nähert man sich ihnen und nimmt sie genauer in Augenschein. Seien es Kirchen, Schwimmbäder, Krankenhäuser oder Schulen: Elsaesser half, das öffentliche Gesicht von Frankfurt am Main zu prägen. Sein bekanntestes Gebäude und damals wie heute ein Frankfurter Wahrzeichen ist die Großmarkthalle oder „Gemieskersch“, wie sie die Frankfurter scherzhaft aber respektvoll nannten.

Die Ausstellung zeigt Modelle der Bauwerke von Martin Elsaesser (1884–1957), die anlässlich der Ausstellung "Martin Elsaesser und das Neue Frankfurt" 2010 in einem Modellbauseminar am Institut kür Öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart unter der Leitung von Arno Lederer entstanden sind.

Die Martin-Elsaesser-Stiftung wurde 2009 gegründet. Sie verfolgt das Ziel, das bauliche und künstlerische Erbe von Martin Elsaesser zu bewahren und möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen. Dazu baut sie ein Archiv auf, fördert Publikationen und Ausstellungen, beteiligt sich an Symposien und Tagungen, unterstützt Forschungsarbeiten und wirkt an aktuellen Projekten der Architektur und des Städtebaus mit.

Besichtigung: dienstags und donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr im Gebäudeteil C, 2. Stock Planungsdezernat, Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main.

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