"Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse" vom 27. April bis 13. August 2017 im Städel Museum

 

Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth – mit diesen Namen und mehr noch mit jenen ihrer Lehrer, Bernd und Hilla Becher, verbindet sich eine der radikalsten Veränderungen der Kunst unserer Gegenwart in Bezug auf ihre ästhetischen, medialen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Diese Generation von Künstlern, zu der auch Namen wie Volker Döhne, Tata Ronkholz oder Petra Wunderlich gehören, bildete die erste von vielen folgenden „Becher-Klassen“ an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Jörg Sasse (*1962) 7341, 1996 Städel Museum, Frankfurt am Main © VG Bild-Kunst, 2016 DZ BANK Kunstsammlung im Städel Museum

Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ versammelt über 150 teils großformatige Hauptwerke, aber auch Frühwerke dieser bedeutenden Künstlerinnen und Künstler. Sie haben die Fotografie in den 1990er-Jahren nicht nur international wesentlich geprägt, sondern auch Stellenwert und Wahrnehmung der künstlerischen Fotografie vollkommen neu bestimmt. In ihren formal wie konzeptuell argumentierenden Bildschöpfungen befragen sie den Natur- und Lebensraum des Menschen, dessen unmittelbare Umgebung, private oder globale Dimensionen ebenso wie gesellschaftliche und ästhetische Organisationsprinzipien. Ihr Œuvre kennzeichnet, bei aller Heterogenität, stets ein ambivalentes Verhältnis zur Malerei, das sich zwischen Aneignung und Abgrenzung bewegt. Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation der Fotografie als künstlerisches Medium und reflektieren zugleich jenen – nicht nur digitalen – Moment, in dem sich die Grenzen der beiden ehemals konkurrierenden Medien auflösen.

Digitorial: http://becherklasse.staedelmuseum.de

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Videodateien
Ausstellungsfilm "Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse"
Städel Museum
Schaumainkai (Museumsufer) 63
D 60596 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 6050980
Fax +49 (0) 69 605098111
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