Cine Brasil – Brasilianisches Filmfestival

 

Vom 16. bis 23. März 2017 präsentiert das Filmforum Höchst wieder das brasilianische Filmfestival Cinebrasil, das einen Einblick in das aktuelle, vielfältige Filmschaffen des größten lateinamerikanischen Landes bietet und Filme vorstellt, die auf diversen Festivals ausgezeichnet wurden.

TUDO QUE APRENDEMOS – DER GEIGENLEHRER erzählt von der heilsamen und emanzipierenden Wirkung der Musik für die Kinder einer Favela. In dem Dokumentarfilm 5X CHICO folgen fünf Filmemacher dem Lauf des Sao Francisco Flusses und dokumentieren so auch die Schönheit der brasilianischen Landschaft und das Leben in den verschiedenen Provinzen entlang des Flusses. O ÚLTIMO DRIVE-IN – DAS LETZTE DRIVE-IN KINO erzählt von der Liebe zum Kino, indem ein Sohn versucht, das Auto-Kino seines Vaters zu retten. O LOBO ATRAZ DA PORTA – DER WOLF HINTER DER TÜR gehört dem Genre des Thrillers an und beschäftigt sich mit der ab der Mittelklasse verbreiteten Angst der Entführung der eigenen Kinder. VIDAS PARTIDAS – ZERBROCHENE LEBEN thematisiert das Problem der häuslichen Gewalt gegen Frauen, das in Brasilien leider sehr präsent ist, auch im intellektuellen Milieu, das im Film porträtiert wird. NISE: O CORAÇÃO DA LOUCURA - DAS HERZ DES WAHNSINNS ist die filmische Biographie der Psychiaterin Nise da Silveira, die sich in den 30er Jahren der Elektroschockmethode widersetzte und neue Wege in der Beschäftigungstherapie ging. Der Dokumentarfilm O SAMBA – MARTINHO DA VILA UND DIE SAMBASCHULE VILA ISABEL begleitet einen der berühmtesten Komponisten und Sänger des Samba und der Musica popular, Martinho da Vila der seine Samba Schule in Rio de Janeiro vorstellt.
Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit Cinemanegro / Sidney Martins und wird unterstützt von Brot für die Welt und der Kulturabteilung der Brasilianischen Botschaft Berlin.

Über das Festival
Angefangen hat das cineastische Engagement des Brasilianers Sidney Martins 2005 in Form der zunächst auf Berlin beschränkten Filmreihe „O Negro no Cinema Brasileiro“, die mit Filmen ab den 60er Jahren über die immer noch bestehende Diskriminierung von Afro-Brasilianern aufklärte. In der Auswahl des einstigen Theater-, Fernseh- und Filmschauspielers, der außerdem unabhängige Filmprojekte realisiert, finden sich immer wieder historische Rückgriffe, doch gilt das Hauptaugenmerk seit einigen Jahren dem aktuellen brasilianischen Kino. Beachtung durch das seit 2008 durch die Republik tourende Festival finden neueste Produktionen sowohl von Regie-Veteranen wie beispielsweise Ruy Guerra, einem Mitbegründer des Cinema Novo, als auch ehrgeizigen Nachwuchs-Filmemachern. Auch werden Martins eigene Produktionen, wie etwa seine erste Dokumentation „Fazenda São José“, die 1999 von der UNESCO als Denkmal für die Afro-brasilianische-Kultur anerkannt wurde, einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Das jährlich stattfindende Festival wird in Berlin organisiert. Als Sponsor der Filmreihe fungiert die Brasilianische Botschaft - Berlin.

Seit 2010 ist die Auswahl im Filmforum Höchst zu sehen.

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