Römisches Rot für die Feuerwehr

Die Feuer- und Rettungswache 21 in der Nordweststadt hat seit Ende Januar ein neues Domizil nach Plänen von Kölling Architekten, das bisherige im Nordwestzentrum war zu groß und zu teuer. Da bot ein Zwickelgrundstück ganz in der Nähe, zwischen dem Erich-Ollenhauer-Ring und der Rosa-Luxemburg-Straße, schwierige aber für die Verkehrsanbindung letzendlich günstige Bedingungen: Auf jede der umgebenden Straßen gibt es nun eine direkte Ausfahrt. Aus der Topografie des Höhenunterschieds von 6m entwickelten die Architekten zwei höhenversetzte Hofbereiche, von denen die Fahrzeughallen der Rettungs- und Feuerwache ebenerdig erschlossen werden. Beide Hofniveaus werden über eine Gebäudeumfahrt über Rampen miteinander verbunden. Der 3-geschossige Baukörper ist einseitig eingegraben und zeigt sich nach Westen mit zwei und nach Osten mit drei Geschossen. Die Funktionsräume der Feuer- und Rettungswache gliedern sich um die beiden versetzten Fahrzeughallen. Ein gemeinsames, zentrales Treppenhaus erschließt alle Funktionsbereiche. Der langgestrecke Baukörper wird durch die Auskragung der Büroräume im Osten und den Einschnitt eines Außenbereichs im Westen skulptural gegliedert. Horizontale Fensterbänder und große Hallentore strukturieren die Fassaden, deren Rotton auf das Nordtor der Römerstadt Nida verweist, dessen Überreste bei den Bauarbeiten an dieser Stelle gefunden wurden.

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